- German Trombone Vibration

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G E R M A N   T R O M B O N E   V I B R A T I O N

 
 

»Konzertreview: German Trombone Vibration bei The Orange Room«

Nicht schlecht! Anstatt eines überzeugten „gut“ ist ein nüchternes „nicht schlecht“ hierzulande die höchste Form des Lobs, erklärt Bandleader Jörg Vollerthun in seiner gewohnt ironischen Art. Nicht schlecht, das war – so erzählt er – die schweißtreibende Leistung des Schlagzeugers Friedmann bei einem ihrer letzten Konzerte während des Songs „Sing, Sing, Sing“.

Der Swing-Klassiker von 1936 ist definitiv ein Highlight des Auftritts der German Trombone Vibration bei The Orange Room und steht stellvertretend für die Marschroute, die die Band von Beginn an vorgibt: ungezügelte Spielfreude und Lust an der Musik, um das Publikum zu unterhalten und mit guter Laune anzustecken. Sie präsentieren pures Entertainment ohne verkopfte Singer-Songwriter-Attitüde, was hervorragend ankommt.

Keine Gefangenen machen


Von Anfang an wird ein Tempo und eine Energie an den Tag gelegt, dank der sich bereits die erste Hälfte ihres Auftritts wie ein komplettes Konzert anfühlt, was umso erstaunlicher ist, da es sich bei der German Trombone Vibration sozusagen um die kleinste Big Band der Welt handelt. Denn anstatt einer zweistelligen Anzahl von Musikern stehen bei der Berliner Combo gerade einmal fünf Instrumentalisten auf der Bühne: neben Schlagzeug und Bass nicht weniger als drei Posaunen. Die Gefahr vor Muskelkater im Gesicht und Kurzatmigkeit während der Ansagen schreckt die Bläser aber nicht davor zurück, auch die großen Big-Band-Nummern wie Glenn Millers „In The Mood“ voller Inbrunst überzeugend darzubieten.

Neben bekannten amerikanischen Standards präsentiert die German Trombone Vibration auch deutschsprachige Stücke der Nachkriegszeit, deren humorvolle Texte von der Sängerin Annita Hopt intoniert werden, die mit ihrer Stimme den augenzwinkernden Charme der ’50er Jahre hervorragend trifft. Darüber hinaus spielt die Band auch die ein oder andere Coverversion bekannter Popsongs, zum Beispiel von den Jackson 5 oder Pharrell Williams’ „Happy“.

Vergnügen bereiten

Vielleicht fast „Happy“ die Haltung der German Trombone Vibration am besten zusammen. Es geht ihnen um Spaß und Freunde an der Musik. Sie wollen das Publikum erfreuen und zu zeigen, dass Jazz und Swing keine trockene Angelegenheit sein muss. Denn das einzige, was an diesem Abend trocken ist, ist Jörgs Humor.

Als kleinste Big Band der Welt beweist die German Trombone Vibration, dass es nicht auf die Größe ankommt. Wahre Größe definiert sich nicht über die Quantität, sondern über die Qualität. Und in diesem Sinne waren sie nicht schlecht!

Benny Krüger
(Jazz Radio Berlin 2017)

 
 

»Tuba mirum spargens sonum«
Sobald der erste Klang aus der Posaune tönt, weiß sich keiner mehr auf seinem Stuhle zu halten, auf seinen Füßen stille zu stehen!

»If music be the food of love, play on; Give me excess of it…«
Die ›German Trombone Vibration‹ ist eine großartige Band! Sie bringen mit drei Posaunen, Baß und Schlagzeug jede Gesellschaft zum swingen. Dabei lassen sie nicht nur viele Klassiker aus dem goldenen Jahrzehnten des Swing erklingen, sondern erfreuen auch mit zahlreichen Eingenbearbeitungen und -Kompositionen. Die drei Posaunisten, angeführt vom Bandleader Jörg Vollerthun (mit Nils Marquardt und Philipp Domke), sorgen für ordentlichen Druck, der Bassist – Stephan Pfaff – überrascht mit virtuosen Soli und Slap-Baß-Einlagen und Michael Rowalska, der Schlagzeuger, ist ein ›Apotheker‹, der zu jeder Zeit das genaue Maß der notwendigen Ingredienzien kennt und dergestalt selbst bei weniger rhythmisch Begabten ein unvergeßliches Triolen-Feeling erzeugt.
Wer Musik aus der Konserve satt hat, wer der Platz für eine Big Band fehlt, braucht unbedingt die Taschen-Big-Band: German Trombone Vibration!

Berlin Dahlem

Juni 2015

 
 

VOM MAURER ZUM BLÄCHBLÄSER

Weil er sich vergleichsweise spät dafür entschied, seinen Lebensweg als Jazzposaunist zu bestreiten, wollte Jörg Vollerthun direkt nach dem Studium mit seinem Bandprojekt durchstarten. Mit dem Posaunentrio plus Bass und Schlagzeug names German Trombone Vibration ist ihm das mehr als gelungen. Die CD "Swinging Evergreen" versammelt Big-Band-Klassiker, Popsongs und Hits der Tanzmusik aus der Nachkriegszeit. Von Franziska Buhre

Die Idee hat einfach keinen Haken und man wundert sich, weshalb nicht schon in aller Welt Posaunentrios auf ähnliche Weise zum vergnüglichen Hören, Mitwippen oder Tanzen einladen. Jörg Vollerthun, Nils Marquardt und Philipp Domke erzeugen auf ihren Posaunen spielerisch musikalische Eintracht, sie agieren beschwingt komplementär und geben sentimentalen Stimmungen auch gerne einmal nach. Ihr Klang schmeichelt und überträgt die Stärken der sorgfältig ausgewählten Stücke mal freimutig, mal in nobler Zurückhaltung. "Es sollte eine Band sein, die alles, was sie brauch, zum Gig tragen kann", erzählt Vollerthun im Gespräch.
Zuallererst wurde ihm als Teenager die Posaunen nahegebracht. Der Lehrer des Posaunenchores in Neubrandenburg, Vollerthuns Heimatstadt, bestand darauf, ihm das Instrument in die Hände zu drücken, sollte er noch einmal seine Freundin von der Probe abholen. Und so kam es. Vollerthun spielte fortan in Hunderten evangelischen und katholischen Gottesdiensten, seine Liebe zur Harmonik von Chorälen und gesanglichen Qualitäten von Musik rührt aus dieser Zeit.

Während der Lehre zum Maurer spielte er in der Big Band der Musikschule, mit 18 stellte er im Unterricht bei Georgie Ianef, Solo-Posaunist der Neubrandenburger Philharmoniker, fest, dass er sein Instrument noch einmal von vorn würde lernen müssen.
So entstand der Wunsch, ein Jazzstudium aufzunehmen, und Vollerthun nahm Unterricht bei Sören Fischer in Berlin, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten. Wo er auch vorspielte, er erhielt Zusagen, sogar in der Hauptstadt. Der Unterricht beim Posaunisten, Bandleader und Arrangeur Jiggs Whigham hat Vollerthun nachhaltig geprägt. Von ihm lernte er, wie wichtig es ist, anhand vieler Aufnahmen Arrangements eine musikalische Vorstellungskraft zu entwickeln.

Mit 23 war Vollerthun zu Studienbeginn älter als die meisten seiner Kommilitonen und aufgrund seiner vorherigen Lehren zum Teil deutlich strukturierter. Als Frühaufsteher fiel es ihm leicht, vor Unterricht oder Proben drei Stunden zu üben. Mit dem Spielen in einer Combo hingegen musste er sich erst zurechtfinden. Umso konsequenter, dass er seinem Lehrer Ludwig Nuss vorschlug, zum Examen ein Quintett vorzustellen. "Es sollte eine Band sein, die nach dem Studium die Chance hat, wirtschaftlich weiterzuexistieren und Konzerte zu spielen", sagt Vollerthun. Sein musikalisches Vorhaben beschreibt er so: "Die Musik sollte unterhalten und die Stücke in einem Programm verschiedene Stimmungen transportieren. Sie sollten ohne Gesang und lange Improvisationen auskommen und maximal vier Minuten dauern." Drei Monate wurde geprobt und Vollerthun arrangierte Big-Band-Klassiker von Basie, Benny Goodman oder Glenn Miller, aber auch Stücke von Brass Bands für sein Posaunentrio.

Sein Bauchgefühl für den unmittelbaren Zuspruch des Publikums hat ihn seither noch bestärkt. Stücke wie Cole Porters "Night and Day", Louis Primas "Sing Sing Sing", Goodmans "Stompin' at the Savoy" haben German Trombone Vibration 2012 unter dem Titel "Swing Time" auf CD veröffentlicht, eine Aufnahme mit eigenen Stücken der Bandmitglieder und Bossa Nova Hits und eine mit Chrorälen der Weihnachtszeit haben sie ebenfalls eingespielt. Im September ist "Swinging Evergreens" erschienen und "Stand by Me", "Shiny Stockings" oder "Dancing Queen" erklingen von den Posaunen zugleich als Hommage und eigenständige Neu-Interpretation mit Charme. Erstmals vertonen German Trombone Vibration auch Stücke mit Gesang: Anita Hopt singt in frischer Tranzorchester-Manier von bösen Räubern und dem schönsten Mann vom Rio Grande.

Seit 2006 gibt Jörg Vollerthun sein Wissen an Schülerinnen und Schüler des Rückert-Gymnasiums in Berlin-Schöneberg weiter. In der Kermits Big Band spielen Kinder und Jugendliche unter seiner Leitung, die Firefrogs Big Band besteht überwiegend aus ehemaligen Schülerm und Eltern.
"Von Jiggs habe ich gelernt, keine Angeber-Konzerte zu spielen. Man spielt sehr schlecht, wenn man vor Bekannten, die im Publikum sitzen, beweisen will, wie gut man ist. Ich stehe auch vor der Band, wenn es nicht so gut läuft, und halte den Draht zum Publikum." Darauf lässt ma sich gerne ein.
  

Sonic, Sep./Okt. 2014


 
 

Schwingende Posaunen im Schlot

Jörg Vollerthun spielte mit seiner Band „German Trombone Vibration“ sein fast schon traditionelles Neujahrsjazzkonzert im Jazzclub Schlot in der Berliner Invalidenstraße, schreibt Michaela Wagner.

Die Band brauchte nur ein paar Songs, um ihr Publikum in eine „beswingte“ Stimmung zu bringen und überzeugte durch ihren speziellen Big-Band Sound im Taschenformat. Auf der Bühne standen fünf junge Männer aus Berlin: Jörg Vollerthun, Nils Marquardt, Philipp Domke an den Posaunen, Stephan Pfaff am Bass und Friedemann Pruß am Schlagzeug. Sie nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise in die goldenen Zwanziger, die Zeit der Big-Bands, Al Capones und der Schwarz-Weiß-Filme.

Mit nur fünf Instrumenten spielte das Mini-Swing-Orchester große Hits wie z. B. Glenn Millers „In the Mood“, Benny Goodmans „Sing Sing Sing“ oder „Basie Straight Ahead“ von Count Basie und erfreute die Zuhörer durch technisch einwandfreies Zusammenspiel, humorvolle Moderationen und ihre über die Bühnengrenze hinaus zu spürende Sympathie.

„German Trombone Vibration“ – erfrischender Jazz aus Berlin!

JazzRadio Berlin, 20.01.2014

 
 

19. Wittenberger Dixielandfest

[...] Wie nur fünf Musiker wie eine Big Band klingen können, zeigte „German Trombone Vibration“. „Bei und sehen Sie, dass es möglich ist, mit viel Puste so zu klingen“, sagte der Posaunist und musikalische Leiter der Band, Jörg Vollerthun. Beispiele für ihre Können als „Taschenbigband“ brachten sie mit Stücken wie dem bekannten „In the Mood“ von Glenn Miller, dem viel gecoverten „Besame Mucho“ oder Stücken von Benny Goodman. Bei Schlagzeug- oder Basssoli ernteten die Musiker besonders begeisterten Applaus. Einen stilistischen Querschuss sollte es mit „Crocodile Rock“ von Elton John geben. „Wir mögen diesen Song einfach“, begründete es der Bandchef. [...]


Märkische Allgemeine, 03.06.2013


 
 

Mit Schiebermütze und Kontrabass
Berliner spielen zu fünft wie eine Big-Band
JÜTERBOG - Swing im Kulturquartier. Im Rahmen der Fläming-Kulturtage erklang am Mittwochabend Swing-Musik aus den 1920er-Jahren in Jüterbog. Mit Schiebermützen und Hosenträgern standen fünf junge Männer aus Berlin auf der Bühne und nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise in die goldenen Zwanziger, die Zeit der Big-Bands, Al Capone und Schwarz-Weiß-Filmen.
Die Berliner Formation „German Trombone Vibration“ gastierte in der Konzertstätte und mutete dabei wie eine ganze Big-Band an. Mit nur fünf Instrumenten, davon drei Posaunen, einem Kontrabass und einem Schlagzeug, spielte das Mini-Swing-Orchester große Hits des Genres von Glenn Miller bis Benny Goodman und viele bekannte Filmmelodien.
„Big-Band-Musik der 20er ist meine absolute Leidenschaft“, sagte Frontmann Jörg Vollerthun. „So ein großes Orchester kann sich heute aber kein Mensch mehr leisten zu buchen, also habe ich nur eine Mini-Big-Band gegründet“, sagte er. „Die großen Kompositionen habe ich dann einfach umarrangiert und für unsere fünf Instrumente heruntergebrochen“, erzählte er dem Publikum während des Konzerts. Die Band brachte unter anderem den Swing-Klassiker „In the Mood“ zu Gehör, der eigentlich für ein großes Orchester geschrieben ist. Hingerissen von den ansteckend-fröhlichen Swing-Rhythmen wippten die Gäste im Takt mit.
Kritisiert wurde am Ende nur der Konzerttermin selbst. „Es ist viel zu schade, dass ein solches Konzert mitten in der Woche an einem Mittwoch stattfindet“, sagte zum Beispiel der Jüterboger Friedhelm Schüler. Er war mit seinem musikbegeisterten Enkel Philipp gekommen, der sich von Opas Swing-Vorliebe hat anstecken lassen. „Das Konzert hätten bestimmt noch viel mehr Leute gern gesehen, die heute nicht kommen können weil sie morgen arbeiten müssen“, meinte auch der Zwölfjährige kritisch, der nun Sommerferien hat und daher mitdurfte.
„Wir würden sehr gern noch einmal wiederkommen“, teilte auch die Band am Ende des Abends mit. Obwohl den Musikern auch der Auftritt vor dem kleinen Publikum großen Spaß machte. „In einer ehemaligen Kirche zu spielen, ist schon etwas sehr Besonderes“, sagten sie, das würden sie gern wiederholen. (Von Kathrin Burghardt)

Märkische Allgemeine, 22.06.2012

 
 

Kleine Taschen-BigBand - aber ganz große Tanzband

Drei Posaunen, Schlagzeug und ein Bass. Mal Kontra- und mal E-. Das sind German Trombone Vibration. Satzinstrumente werden zu Melodieinstrumenten. Und grooven und swingen dennoch. Zum Tanze bittet die Formation auch ganz locker. Und lässt so beim Konzertbesucher manchen zertanzten Schuh zurück. Live funktioniert das schon seit geraumer Zeit. Doch jetzt können die Tanzwütigen die CD „Swing Time“ mit nach Hause nehmen, um dort weiter zu tanzen.

Posaunenblut geleckt

Doch zunächst alles auf Anfang. Die Zeitmaschine hält im Jahre 1980 und in Mecklenburg-Vorpommern. Von dort stammt Jörg Vollerthun, der Vordenker von German Trombone Vibration. Zum Instrument kommt er damals auf gar ungewöhnliche Weise. „Ich hatte mit 13 eine Freundin, die ich regelmäßig vom Posaunenchor abgeholt habe“, erinnert er sich noch genau, „nach mehreren Malen des Abholens hat der Leiter gesagt, wenn du am folgenden Dienstag wieder kommst, habe ich eine Posaune für dich. Du hast so wunderbar lange Arme. Ich habe echt überlegt, ob ich meine Freundin noch mal abhole. Habe ich natürlich gemacht. Und er hatte wirklich eine Posaune für mich dabei. Hat mir die in die Hand gedrückt und schon war ich Mitglied des Posaunenchores.“ Nach eigener Einschätzung war das Posaunenspiel von Jörg Vollerthun, welches er im Posaunenchor erlernte, eher von dürftiger Qualität. Doch einmal Posaunenblut geleckt, gibt der große musikalische Kosmos keine Ruhe. Trotz Maurerlehre verbringt er mehr Zeit in der Neubrandenburger Musikschule, als auf dem Bau. Hat zwar einen guten Posaunenlehrer, doch der ist knöcheltief in der Klassik verwurzelt. „Ich aber wollte in der Bigband spielen und eher Unterhaltungsmusik machen“, erzählt Jörg Vollerthun weiter, „da bin ich nach Berlin gegangen. Zur Jazzgröße Sören Fischer. Zwei Jahre lang war ich sein Privatschüler.“ Weitere Grundlagen sind somit gelegt. Anschließend studiert Jörg Vollerthun bei Prof. Jiggs Whigham an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ und bei Ludwig Nuss, Professor am Jazz-Institut Berlin und Lead-Posaunist der WDR Big Band. Beim Studium laufen ihm nach und nach auch die anderen Musiker über den Weg: die Posaunisten Nils Marquardt und Philipp Domke sowie der Bassist Stephan Pfaff und Schlagzeuger Michael Rowalska. Sie lernen sich mehr und mehr kennen und schätzen. Es entsteht eine Examensformation. Ihr Lehrer Ludwig Nuss lehnt zu nächst mit den Worten ab: „Posaunenquartett? das ist zu schwer!“ Da fackelt Jörg Vollerthun nicht lange: „Wenn Ludwig Nuss sagt, das ist zu schwer, kann das nur heißen, dass wir so lange üben, bis die Posaunen beschwingt, leicht und locker klingen. Der Bass muss dazu von unten so richtig pumpen und wenn er so den Bläsern ein paar Takte Pause zugesteht, dann wird das schon werden.“ Es wurde. Und aus der überaus erfolgreichen Examensformation wird German Trombone Vibration, der Ludwig Nuss heute attestiert: „Eine grandiose Band, die mit ihrer Musik, ihrer Spielfreude und ihrem Swing die Tanzbeine vibrieren lässt!“

Swingtanzen erlaubt

Eine gute Melodie löst Reflexe aus, das wissen natürlich auch Jörg Vollerthun und seine Combo. Sie sind sich sicher, das können auch drei Posaunen. Dieses melodische Glücksgefühl auslösen. „Auch dann, wenn die drei Instrumente weit weg sind von der Meldodiemacht einer Bigband“, reflektiert er seine große Aufgabe, „weit weg von den dort oft üblichen 13 Bläsern.“ Er stellt sich die Frage, wie knacke ich Stücke, beispielsweise das bekannte, von Glenn Miller intonierte „In The Mood“?  Wie mache ich diese grandiosen Melodien für die Posaunen spielbar? So, dass nichts verloren geht. „Das angesprochene Glenn Miller-Stück ist ein schönes und gleichzeitig ein richtig schweres Beispiel“, erklärt er, „es gibt kaum Pausen, da sind nur Noten. Dazu noch die ganzen ausgeschriebenen Chorusse, vor denen selbst die Saxofonisten und Trompeter Respekt haben. Dass dann auf den Posaunen richtig locker und swingend rüber zu bringen, dass ist die Arbeit und die Kunst.“ Diese große Kunst ist auch zu hören, wenn die Posaunen ein Klarinettensolo spielen, wie bei „Sing, Sing, Sing“ von Benny Goodman. Wie sooft ist auch große Kunst zunächst nicht ganz einfach. „Wenn ich ein Lied mit meiner Stimme komplett durchsingen kann“, erklärt Jörg Vollerthun die Herangehensweise beim Arrangieren, „wenn ich das kann, lässt es sich für die drei Posaunen aufschreiben. Und es fehlt wirklich nichts. Dann sind Posaunen vorne. Vorne als Melodieinstrumente.“ Nach und nach wird die Stückliste für die CD „Swing Time“ länger und länger. Darauf zu finden sind etwa, Cole Porters „Night And Day“, Benny Goodmans „Stompin’ At The Savoy“, Consuelo Velazques „Bésame Mucho“ oder F. W. Meachmams „American Patrol.“ Die Melodieaufgabe haben German Trombone Vibration mit Bravour gelöst. Jetzt wollen sie den Stücken noch die Tanzschuhe anziehen. „Aus dem Taschen-Bigband-Ding soll die kleinste große Tanzband werden“, fügt Jörg Vollerthun an, „die Zuhörer sollen sich nicht nur von der Melodie gefangen nehmen lassen, der Rhythmus soll sie gleichzeitig in seinen Bann ziehen. Ich freue mich, wenn die Leute auch ihre Beine dazu bewegen.“ Dazu ist lediglich anzumerken: Mission erfüllt! Die CD „Swing Time“ lässt den Zuhörer am Ende nahezu atemlos zurück. German Trombone Vibration haben eine unbändige und energetische Scheibe abgeliefert. Haben gezeigt, was für tolle Klangfarben mit drei Posaunen, Bass und Schlagzeug erzeugt werden können. Haben gezeigt, dass Musik nur eins tun muss, um gut zu unterhalten: sie muss berühren. Und da die Stücke nach hinten raus noch mal so richtig brennen, werden die Tanzwilligen und -wütigen zum Schluss immer noch mal richtig zur Verzweiflung gebracht.

Franz X.A. Zipperer

 
 

[...]ihre Musik läßt das Tanzbein schwingen. Grandiose Melodien, die den Hörer in den Bann ziehen[...]

Die digitale Jazz Zeitung, 18.04.2012

 
 

Blech-Sound einmal anders
Posaunenquartett spielt in Dorf Zechlin

DORF ZECHLIN - Ein wenig sind sie als Poltergeister unter den Blechblasinstrumenten verschrieen. In kalten Kirchen klingen Posaunen oftmals etwas schräg. Selbst im Posaunenchor groß geworden, räumen Jörg Vollerthun, Nils Marquardt und Philipp Domke mit diesen Vorurteilen gründlich auf. Am Sonnabend präsentierten sie gemeinsam mit ihrem Bassisten Stephan Pfaff in der Dorf Zechliner Kirche Klanggenuss vom Feinsten.
Das Ensemble „German Trombone Vibration“, das sich aus jungen Musikhochschulabsolventen zusammensetzt, überraschte die 40 Konzertbesucher mit unkonventionellen Stücken. „Es gibt wenig Originalliteratur für Posaunenquartetts“, sagte Posaunist und Komponist, Jörg Vollerthun, aus dessen Feder die meisten Stücke stammen. Der musikalische und organisatorische Kopf der Band verarbeitet skurrile Lebenssituationen zu schmetternden oder auch zarten intimen Klängen. Da läuft der Kater im gemütlichen jazzigen Rhythmus über das Dach; südländische Rhythmen mischen sich in den Regio-Bossa. „Der Titel entstand, nachdem wir auf dem Bahnhof von Oranienburg den Zug verpasst hatten und nun fürchterlich froren. Wir waren zu einem Konzert mit dem Landesjugendjazzorchester unterwegs“, erzählte der Bandchef.
Das Gemisch aus humorvoller lockerer Moderation und technisch perfektem Zusammenspiel kam bei den Zuhörern gut an. Wer sich ein einstündiges Programm nur mit Posaunen und einem Elektro-Bass nicht vorstellen konnte, wurde nun eines Besseren belehrt. In der kleinen Kirche erlebten die Musikfreunde die Instrumente hautnah. Das Können jedes Musikers trat in den Vordergrund. Mit Genuss zelebrierten sie den „Canon“ des Barockkomponisten Johann Pachelbel. Einfühlsamkeit und Aufeinander-Hören waren hier in besonderem Maße gefragt. „Die Noten habe ich auf der Hochzeitsreise in Japan gekauft“, erzählte Jörg Vollerthun. „Es ist sicher die am längsten gereiste Kanonversion.“
Die Posaunisten pflegen seit 2008 ihre gemeinsame Quartettbesetzung mit Professionalität und pfiffigen Ideen. Am Sonnabend versprachen sie dem begeisterten Publikum, in zwei Jahren wiederzukommen, wenn die Schuke-Orgel 100 Jahre alt wird. Von der Akustik in der Dorfkirche waren die Musiker fasziniert. (Von Cornelia Felsch)

Märkische Allgemeine, 02.05.2011

 
 

KOF feierte Party zum Zehnjährigen
Kultur und Tourismus im denkmalgeschützten Ambiente zu Haus

[...] Der Auftritt der Berliner Blasformation "German Trombone Vibration" wurde mit Begeisterung aufgenommen. [...] "German Trombone Vibration" spielte bis kurz vor Mitternacht und wurde zu vielen Zugaben durch herzlichen Beifall animiert.[...]

Strelitzer Echo , (HC) 19.06.2010


 
 

live music now - Schüler Konzert:

[...]Heute früh spielte dort die Posaunen-E-Bass-Formation German Trombone Vibration. Der Bandleader Jörg Vollerthun, den ich vorher noch nicht kannte, erwies sich als grandioser Pädagoge. Ein paar Songs, ein paar Erklärungen, ein paar Demonstrationen zum Wesen des Posaune. Und eine Erfahrung für mich, die ich sehr genoss und bei der mich wieder einmal erstaunte, wie süß und aufmerksam die Schüler (1.-5. Klasse) der musikalischen Dreiviertelstunde lauschten.[...]

neue Musikzeitung "Bad Blog of Musick", Arno Lücker 21.04.2010

 
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